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Denkmalschutz

Denkmalschutz ist eine der vielfältigen Aufgaben, die sich der BGV selbst gibt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1925 setzt sich die Abteilung Solingen für den Erhalt von historischen Bauwerken ein, die einen Teil der Stadtgeschichte präsentieren. Seit 1988 vergeben wir jährlich rückwirkend einen Denkmalschutzpreis für die Rettung eines Baudenkmals durch die abgeschlossene Renovierung bzw. Sanierung im vorangegangenen Jahr. Es handelt sich um einen ideellen Preis in Form einer Urkunde.

Seit 1993 ist der „Tag des offenen Denkmals“ der deutsche Beitrag zu den „European Heritage Days“, an denen sich fast alle europäischen Länder beteiligen. Koordiniert werden die deutschen Veranstaltungen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die auch das Thema vorgibt. An diesem Tag werden vor allem sonst nicht zugängliche denkmalgeschützte Gebäude der Öffentlichkeit gezeigt, um damit den Denkmalschutz- und -pflegegedanken zu transportieren. Ausrichter sind ursprünglich die Städte, und dort die Unteren Denkmalbehörden.

In Solingen erfolgte erstmals im Jahr 2003 die Organisation und Durchführung der angebotenen Veranstaltungen seitens der Stadt gemeinsam mit dem Bergischen Geschichtsverein, der seit 1988 einen Arbeitskreis Denkmalpflege hat.

 

Denkmalschutzpreis 2020

Der diesjährige Denkmalschutzpreis des BGV als Auszeichnung für die Rettung eines historischen Gebäudes geht an die Eheleute Benedikt Wiemer und Sarah Wiemer-Mattheus. Aus den Händen von Dr. Beate Battenfeld erhielten sie eine Urkunde sowie Buchpräsente vor Ort, ihrem Haus Haasenmühle 8.



(Fotos: Andreas Kleinhenz)



Das große Fachwerkhaus gehört zur Hofschaft Haasenmühle, am Nacker Bach nahe dessen Einmündung in die Wupper gelegen. Ursprünglich als Brennerei und Brauhaus genutzt, wurde das Gebäude in drei Bauphasen errichtet. In der zweiten Phase erfolgte der Umbau zur Wohnnutzung. 1851 gelangte das Anwesen in den Besitz von Johann Wilhelm Rütges, dessen Nachfahren noch heute dort wohnen. Seit 1994 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Haasenmühle 8 stand seit zwei Jahren leer, als ein Hochwasser 2010 große Schäden anrichtete. Auf dringend notwendige Maßnahmen zum Bauerhalt folgten die Überlegungen der Eigentümerfamilie, eine Sanierung des Hauses vorzunehmen, um dort selbst zu wohnen. Es folgten aufwändige Arbeiten an der Grundsubstanz des Bauwerks und vielfältige Modernisierungen, stets in Absprache mit der Unteren Denkmalbehörde.

Durch den umfassenden Einsatz der Eheleute Benedikt Wiemer und Sarah Wiemer-Mattheus für das historische Fachwerkhaus blieb das Hofschaftsensemble Haasenmühle erhalten. Hierfür gebührt der Familie Wiemer-Mattheus vielfältiger Dank.

Eine ausführliche Darstellung der Geschichte des Hauses, verbunden mit historischen Fotos, wird in unserer Zeitschrift "dieHeimat", Heft 37, erscheinen. Sie wird Anfang Dezember 2021 erscheinen.

 

 

Denkmalschutzpreis 2019

Der Denkmalschutzpreis 2019 des BGV Abt. Solingen ging an die Eheleute Joachim und Barbara Seidel für die Sanierung des Hauses Schlossbergstraße 22 in Unterburg.

Ein ausführlicher Bericht (Solinger Tageblatt) befindet sich hier.

Denkmalschutzpreis 2019
Die Eheleute Joachim und Barbara Seidel erhielten am 27. Januar 2020 den Denkmalschutzpreis 2019 aus den Händen der BGV-Vorsitzenden Dr. Beate Battenfeld.

 

 

Denkmalschutzpreis 2018

Der Denkmalschutzpreis 2018 des BGV Abt. Solingen ging am 18. Februar 2019 an Frau Doris Kochs für die Sanierung ihres Gartenpavillons an der Straße In der Freiheit/Ecke Schulstraße in Gräfrath.

Bericht im Solinger Tageblatt am 20.02.2019

Denkmalschutzpreis 2018

Text auf der Urkunde:

Der Stahlwarenfabrikant Friedrich von der Kohlen bezog 1877 sein im Schweizer Landhausstil erbautes Wohn- und Geschäftshaus an der Straße In der Freiheit in Gräfrath. Der vermutlich zeitgleich errichtete Gartenpavillon bot mit seiner besonderen Holzbauweise auf achteckigem Grund und dem Zwiebelturm einen markanten Blickpunkt. Später viele Jahre durch üppige Bepflanzung verdeckt, wurde er erst nach einem Besitzerwechsel 2012 wieder sichtbar. Obwohl der Pavillon nur eingeschränkt nutzbar ist, ließ die Eigentümerin Doris Kochs ihn von Grund auf sanieren und nach Originalfassung herrichten. So blieb das architektonische Schmuckstück erhalten – farblich gestaltet wie vor über hundert Jahren. Dies verdient eine ganz besondere Auszeichnung.